Elf Jahre nach der Flüchtlingstragödie von Parndorf mahnen die GRÜNEN zu einer gemeinsamen europäischen Asylpolitik

Eisenstadt, 27. 8. 2026

Paul-Kientzl: „Der Schutz von Menschen und die Sicherung der Grenzen müssen Hand in Hand gehen“

Grüne Klubobfrau Margit Paul-Kientzl

Vor elf Jahren wurden auf der A4 bei Parndorf 71 Menschen tot in einem Kühllaster gefunden. 59 Männer, acht Frauen und vier Kinder waren auf ihrer Flucht nach Westeuropa in dem luftdicht verschlossenen Laderaum erstickt. Der GRÜNE Landtagsklub erinnert am Jahrestag an die Opfer dieser Tragödie.

„Der furchtbare Tod von 71 Menschen bei Parndorf wirkt bis heute nach. Ihr Schicksal zeigt auf grausame Weise, was passieren kann, wenn sich Menschen auf der Suche nach Schutz in die Hände von Schleppern begeben müssen. Das damalige Geschehen ist auch Ausdruck des Versagens einer gemeinsamen europäischen Flüchtlingspolitik. Wo nationale Alleingänge dominieren, geraten Menschenrechte und wirksame Lösungen ins Hintertreffen. Wir brauchen eine gemeinsame, solidarische und rechtsstaatliche Flüchtlingspolitik – mit schnellen und fairen Asylverfahren, dem Schutz der europäischen Außengrenzen und einer Zusammenarbeit mit Drittstaaten auf der Grundlage von Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit“, sagt die GRÜNE Klubobfrau Margit Paul-Kientzl.

Gerade die jüngsten Ereignisse in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika hätten laut Paul-Kientzl gezeigt, wie wichtig ein gemeinsames europäisches Vorgehen sei: „Europa muss handlungsfähig sein, ohne sich von Drittstaaten erpressbar zu machen. Grenzkontrollen und Menschenrechtsschutz müssen dabei Hand in Hand gehen. Zugleich braucht es eine gesamteuropäische Strategie für geordnete, sichere und reguläre Migration. Migration hat es immer gegeben und wird es immer geben. Daher sind klare und geregelte Wege nach Europa nicht nur ein wirksames Mittel gegen Schlepperei, sondern auch gegen politische Manöver auf Kosten von Menschen, die Schutz suchen.“

 

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